Tipps und Tricks zu Akkuschraubern

Pflege des Akkuschraubers

Akkuschrauber an sich sind beim Thema Schmutz relativ pflegeleichte Geräte. Vor allem dann, wenn sie nur für Verschraubungen genutzt werden. Werden sie allerdings zum Bohren genutzt, entstehen Späne und Staub. Diese sollten nach Möglichkeit mit einem Staubsauger direkt beim Arbeiten entfernt werden. Hierzu kann eine zweite Person hilfreich sein.

Der Akkuschrauber sollte nach der Arbeit mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Nach längerer Benutzung können sich Späne in den Lüftungsschlitzen des Gerätes ansammeln. Diese sollten mit Druckluft entfernt werden. Wer keinen Kompressor hat, kann hier Druckluft aus der Dose verwenden.

Die Akkupflege

Heutige Lithium-Ionen Akkus sind weitgehend wartungsfrei. Ist hier nur noch eine schwache Kapazität spürbar, hilft nur der Austausch. Damit dies nicht so schnell passiert, sollten Lithium-Ionen Akkus aus dem Akkuschrauber herausgenommen werden, sofern dieser einige Zeit nicht gebraucht wird. Zuvor sollten sie auf etwa 40% Kapazität aufgeladen werden, um einer vollständigen Selbstentladung vorzubeugen. Die optimale Temperatur zur Lagerung von Lithium-Ionen Akkus beträgt etwa 10-25°C. Keine gute Idee ist die Lagerung in einer Gartenhütte, hier sind die Temperaturen im Winter zu kalt und im Sommer wird es schnell zu warm. Besser geeignet für die Aufbewahrung der Akkus wäre der Keller.

Wird dagegen noch ein älterer Nickel-Metallhydrid Akku verwendet, kann sich eine Akkupflege lohnen. Hierzu wird der Akku komplett entladen, bis sich wirklich nichts mehr tut. Danach wird er komplett aufgeladen. Dieser Zyklus wird mehrfach wiederholt. Hierdurch wird der sogenannte Batterieträgheitseffekt bei NiMh-Akkus rückgängig gemacht.

Die richtigen BitsAkkuschrauber Tipps und Zubehör

Erwirbt man einen Akkuschrauber, wird oft ein kleines Set an Bits und/oder Bohrern mitgeliefert, sodass man direkt loslegen kann. Die wichtigsten Schraubenkopfprofile in gängigen Größen können damit bedient werden.

Die gängigsten Schraubenkopfprofile sind folgende:

  • Schlitz-Profil (normale Schrauben)
  • Kreuzschlitz-Profil (ebenfalls weit verbreitet, besser gegen Abrutschen geschützt)
  • Torx-Profil (häufig im KFZ-Bereich, ermöglicht hohe Drehmomente)
  • Inbus-Profil (eher bei stärkeren Verschraubungen anzutreffen)

Soll nun der Einsatzbereich des Akkuschraubers vergrößert werden, kann der Wunsch nach einem größeren Bitsatz* entstehen. Wenn Bits nachgekauft werden, sollte auf gute Qualität geachtet werden. Nichts ist ärgerlicher als aufgrund mangelhafter Materialqualität verschlissene Bits, die keine Schraube mehr aufbekommen.

Ebenfalls sehr wichtig ist die richtige Größe der Bits. Wenn der Bit zu groß gewählt wird, passt er nicht auf die Schraube. Ist der Bit etwas zu klein, kann hoher Verschleiß entstehen. Insbesondere beim Kreuzschlitz-Profil ist das der Fall. Achten Sie deswegen unbedingt auf die richtige Größe.

Richtig schrauben

Eine Schraube einzudrehen klingt einfach – ist es im Prinzip auch. Um allerdings unnötige Fehler zu vermeiden, gibt es einige Dinge zu beachten.

  • Wie oben beschrieben, sollte immer der passende Bit für die Schraube verwendet werden. Neben Verschleiß wird damit auch ein eventuelles Abrutschen und damit auch Beschädigungen am Werkstück oder gar Verletzungen vermieden.
  • Ebenfalls wichtig ist eine gute Rutschsicherheit und Ergonomie des Akkuschraubers. Gummibeschichtungen am Griff können hier viel helfen.
  • Ganz wichtig ist die Drehmomenteinstellung der Maschine. Dieses sollte immer an das zu verschraubende Material angepasst werden. Hohes Drehmoment sollte nur bei stabilem Material (Metall, festes Holz) verwendet werden. Empfindliches Material wie Plexiglas sollte nur vorsichtig mit wenig Drehmoment gebohrt oder verschraubt werden, da ansonsten schnell Spannungsrisse entstehen oder Material abplatzt.
  • Den Akkuschrauber immer gerade auf die Schraube aufsetzen und mit etwas Druck fixieren. Sobald Sie merken, dass der Bit durchrutscht, erhöhen Sie den Druck. Somit vermeiden Sie unnötigen Verschleiß. Bleibt der Motor stehen, erhöhen Sie das Drehmoment soweit möglich.
  • Beim Bohren müssen Sie ebenfalls auf das Material achten – harte Materialien müssen in der Regel mit einem kleineren Bohrer vorgebohrt werden. Dies erleichtert die Zentrierung und den eigentlichen Bohrvorgang. Verwenden Sie immer den richtigen Bohrer für das jeweilige Material. Einen Holzbohrer erkennen Sie an der scharfen Spitze – diese würde in Metall oder Stein sofort verschleißen. Metallbohrer haben eine flachere Spitze, Steinbohrer sind an der Meißel-ähnlichen Spitze zu erkennen. Diese ist besonders gehärtet und daher für das Schlagbohren optimiert.
  • Genau wie beim Bohren muss auch beim Schrauben auf das Material geachtet werden. Für Holz benötigen Sie Holzschrauben, für Metall eben Metallschrauben. Beim Schrauben in Beton werden passende Dübel benötigt, damit die Schraube später genug Halt hat. Achten Sie darauf, immer so tief zu Bohren, dass Dübel und Schraube komplett hineinpassen.

Lohnt sich eine Reparatur?

Ist die Maschine defekt und innerhalb der Garantie, lohnt sich eine Reparatur auf jeden Fall. Wenn die Herstellergarantie bereits abgelaufen ist, gibt es eine Entscheidung zu treffen: Handelt es sich um ein hochwertiges Profi-Modell, kann sich eine Reparatur auch hier lohnen. Bei günstigen Akkuschraubern sind die Kosten dagegen für eine Reparatur meist höher, als ein neues Gerät kosten würde. Ein defekter Akkuschrauber, bei dem eine Reparatur unwirtschaftlich wäre, kann bei versierten Bastlern als Ersatzteillager dienen. Soll das Gerät doch entsorgt werden, bieten sich Sammelstellen wie der Wertstoffhof an.