Akkuschrauber Infos

Häufig gestellte Fragen über Akkuschrauber (FAQ)

Wer sich für einen Akkuschrauber interessiert, möchte sich zunächst informieren und hat die eine oder andere Frage. In diesem Bereich finden Sie daher Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Wie funktioniert ein Akkuschrauber?

Ein Akkuschrauber macht schon durch seinen Namen klar, dass er mit einem Akku betrieben wird. Dies unterscheidet ihn dadurch von herkömmlichen Schlagbohrmaschinen und Bohrhämmern. Diese haben durch die 230 V-Stromversorgung aus der Steckdose wesentlich mehr Kraft, sind aber weniger handlich und mobil.

Ein Akku- oder Bohrschrauber ist handlich, kompakt und einfach in der Bedienung. Er ist ideal zur Durchführung leichter Schraub- und Bohrarbeiten im Haushalt und Hobbybereich.

Was kann ein Akkuschrauber?

Mit einem Akkuschrauber (auch Bohrschrauber genannt) lassen sich Verschraubungen von leichten Materialen und leichte Bohrarbeiten durchführen. Durch die Stromversorgung über einen Akku ist die maximale Leistung natürlich begrenzt. Aus diesem Grund eignet sich ein Akkuschrauber nicht für schwere Bohr- oder Schlagbohrarbeiten. Manche Hersteller bieten solche Funktionen in ihren Modellen zwar an, diese verringern die Akku-Laufzeit allerdings stark.

Welchen Akkuschrauber brauche ich?

Das kommt ganz auf den Einsatzzweck an. Vor dem Kauf muss dieser unbedingt geklärt sein. Im Haushaltsbereich genügen kompakte Modelle für Einsteiger von 3,6 V bis 10,8 V. Im Hobbybereich sollten es stärkere Modelle mit mindestens 10,8 V sein. Profis greifen auf die kräftigsten Geräte mit 18 V zurück.

In Sachen Ausstattung ist ein Getriebe mit mehreren Gängen sinnvoll. Dadurch kann das Drehmoment an die Einsatzbedingungen angepasst werden. Zum Beispiel hohe Leistung beim Bohren, oder viel Drehmoment zum Lösen festsitzender Schrauben.

Ebenso spielt die Bauweise des Gerätes eine Rolle. Somit haben sehr kleine und leichte Akkuschrauber durchaus ihren Sinn. Durch die kompakte Form und das geringe Gewicht sind sie sehr einfach in der Handhabung und man erreicht auch schwer zugängliche Stellen. Größere Modelle haben wechselbare Akkus. Sind also mehrere geladene Akkus vorhanden, kann bei Bedarf ohne große Unterbrechung schnell gewechselt werden.

Welche Kennzahlen sind wichtig?

Die wichtigsten Kennzahlen zur Leistung bei einem Akkuschrauber sind:

  • Spannung in Volt (V)
  • Drehmoment in Newtonmeter (Nm)

Weitere Kennzahlen sind die Kapazität in Amperestunden (Ah) des Akkus und die Drehzahlen in U/min.

Im Grunde kann man die „Stärke“ eines Akkuschraubers anhand der Spannung und des Drehmoments bestimmen. Kleine Einsteigermodelle beginnen bei ca. 3,6 V und 4,5 Nm, während Profigeräte bei ca. 18 V und 50 Nm liegen. Für ein Allround-Gerät im Haushalt und Hobby-Bereich empfehlen wir Modelle ab 10,8 V und 30 Nm Drehmoment.

Welche Akku-Typen gibt es?

In einem Akkuschrauber können folgende Akku-Typen verbaut sein:

  • Nickel-Cadmium (NiCd)
  • Nickel-Metallhydrid (NiMh)
  • Lithium-Ionen (Li-Ion)

Nickel-Cadmium Akkus sind hochgiftig und deshalb in Deutschland seit 2009 verboten. Allerdings kann es sein, dass in kabellosen Elektrowerkzeugen wie Akkuschraubern noch immer dieser Typ verbaut sein kann. Ob dies der Fall ist, verrät das Typenschild. Defekte NiCd-Akkus müssen als Sondermüll entsorgt werden. Vorteilhaft beim NiCd-Akku ist die gute Lebensdauer mit bis zu 1500 Ladezyklen. Nachteile sind der berüchtigte Memory-Effekt und die niedrige Energiedichte. Daher sind NiCd-Akkus oft groß und schwer.

Nickel-Metallhydrid Akkus sind weniger giftig und günstig in der Anschaffung. Allerdings ist die Lebensdauer geringer mit bis zu 500 Ladezyklen. Die Energiedichte liegt hier ähnlich niedrig wie beim NiCd-Akku, was sich negativ auf die Baugröße auswirkt. NiMh-Akkus leiden unter dem sogenannten Batterieträgheitseffekt. Dieser reduziert langsam die Leistung des Akkus. Durch Pflegemaßnahmen kann dieser Effekt rückgängig gemacht werden.

Lithium-Ionen Akkus sind die modernsten Vertreter für kabellose Elektrowerkzeuge. Sie besitzen eine hohe Energiedichte, was sehr kompakte Bauformen zulässt. Li-Ion Akkus sind schnellladefähig und haben keinen Memory-Effekt. Auch der Batterieträgheitseffekt tritt nicht auf. Allerdings sind Li-Ion Akkus am teuersten in der Anschaffung bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von bis zu 800 Ladezyklen.

Wie lange muss ein Akkuschrauber laden?

Dies hängt vom verbauten Akku-Typ ab. Prinzipiell kann man von 30 Minuten bis zu 3 Stunden ausgehen. Lithium-Ionen Akkus besitzen eine sogenannte Schnellladefunktion. Dies stellt bereits nach ca. 20 Minuten wieder 70% der Kapazität bereit. Ideal ist im Falle eines leeren Akkus, wenn man einen weiteren, voll geladenen Akku griffbereit hat.